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Die jetzige Form mit den geschnitzten oder gemalten Verzierungen stammt aus der Zeit von 1800-1820 und wird in der hiesigen Schreinersfamilie von einer Generation an die nächste weitergegeben. Für die Namen und Knöpfe wird echtes Blattgold verwendet, das selbst bei ganz schwachem Licht noch einen „Morgenglanz der Ewigkeit" (EG 450,1) aufleuchten lässt.
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Am schönsten ist der Friedhof im Frühjahr, wo mit dem Palmsonntag alle Gräber in den verschiedensten Farben der Stiefmütterchen leuchten. Aber auch im Sommer hat er seinen Reiz mit einem fast einheitlichen Rot der „Gottesaugen" (Begonien). Im Winter erinnert der zurückhaltende Schmuck, ebenso wie die immer einmal renovierungsbedürftigen Grabkreuze an die Hinfälligkeit des Lebens. Viele Besucher gehen lesend und sinnend von einem Grab zum andern und bemerken neben dem Alter der Toten in „Jahr, Monat und Tag" auch die Bibelworte, die oft die Menschen als Konfirmationssprüche durch das Leben begleitet haben. Bis sie dann zuletzt im Trauergottesdienst den Angehörigen ausgelegt und noch einmal mitgegeben wurden.
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